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Portugal und seine Wirtschaft

Portugal trat 1986 der Europäischen Union bei. Bis 1989 lag das Wachstum der portugiesischen Wirtschaft lag bei 4,4 %, höher als bei meisten anderen europäischen Ländern. Mühelos qualifizierte sich das Land für die Europäische Währungsreform, und im Jahr 2002 wurde der Euro eingeführt.

Die meisten Menschen sind im Dienstleistungssektor tätig, der etwa 60 % der arbeitenden Bevölkerung bei langen Arbeitszeiten und niedrigen Löhnen ein gesicheretes Einkommen bietet. Portugal verfügt über ausgezeichnete landwirtschaftliche Ressourcen hinsichtlich Oliven, Wein, Südfrüchten und Kork (größter Hersteller in Europa), und die Thunfisch- und Sardinenfischerei ist ein wirtschaftliches Standbein. Die Industrie Portugals wird kontinuielich ausgebaut. Etwa 11 % der Portugiesen arbeiten in der Landwirtschaft, die restlichen 29 % sind in der Industrie tätig.

Ein weiterer kontinuierlich wachsender Wirtschaftszweig ist der Tourismus - immerhin 8 % des BPI (Bruttoinlandsprodukts) kann aus dem Geschäft mit dem Urlaub erwirtschaftet werden. Das Angebote an Hotelzimmers, Apartments und Ferienhäuser für Touristen wird stetig erweitert, denn die Zahl der jährlichen Besucher entspricht mittlerweile der Einwohnerzahl Portugals.

Der Exportquote Portugals ist hoch - 70 % der produzierten Güter verlassen das Land. Es werden in erster Linie Textilien, Kork und Schuhe exportiert, und der größte Teil der Güter landet in der europäischen Union. Jährlich finden in Portugal zahlreiche Messen und Märkte statt, die die neuesten Trends und Errungenschaften vorstellen (z. B. Agrartechnik, Textilien, Kunst, Antiquitäten, Motorentechnik etc.).

Die in den Medien laut werdenden Bedenken, Portugal könne seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr gerecht werden, sind nur zum Teil begründet - wie das Nachbarland Spanien besitzt auch Portugal ein grosses wirtschaftliches Potenzial, und es besteht kein Zweifel, dass die aktuellen Schwierigkeiten in Kürze überwunden werden können